Die Idee

Jeder tut das, was er am besten kann oder am liebsten macht: der (Hobby)Imker spendet einen Teil seines Honigs, der Steuerberater arbeitet drei Stunden zugunsten des Nudelhauses, fünf Freundinnen verkaufen Selbstgebackenes und spenden den Erlös dem Nudelhaus. So kann jeder einen kleinen Teil beitragen – und wird einer von 78647 Freunden! 

Am Ende gewinnen alle

– das Nudelhaus, das ein soziales und inklusives Arbeitsumfeld für seine Mitarbeiter*innen schafft
– die Spender, die Teil eines großen Ganzen werden
Trossingen, weil ein, das Stadtbild prägendes, denkmalgeschütztes Gebäude erhalten wird
– die Region, die wieder einmal gezeigt hat, was durch Zusammenhalt und Engagement erreicht werden kann
– die Schleckermäuler, weil sie weiterhin die großartigen Produkte genießen können

Das Nudelhaus

www.nudelhaus.com

Das »Nudelhaus« – ein soziale Projekt. Es ist ein Wirtschaftsbetrieb des Vereins »Lebenshaus – Ökumenische Gemeinschaft für soziale Integration«, in dem Menschen mit psychischen und sozialen Schwierigkeiten aufgenommen werden.

Die Erfahrung im Lebenshaus hat sehr schnell gezeigt, dass es für diese Menschen sehr schwierig ist, in der heutigen Leistungsgesellschaft einen Arbeitsplatz zu finden und zu halten. Daraus entstand der Wunsch, eine eigene Beschäftigungsmöglichkeit zu schaffen, in der auf die Fähigkeiten und Bedürfnisse der Mitarbeiter Rücksicht genommen werden kann. Zu diesem Zweck wurde 1992 ein weiteres Gebäude in Trossingen gekauft und zum »Nudelhaus« ausgebaut. Bewusst wurde eine Produktionsweise gesucht, bei der noch viel Handarbeit anfällt. Zu Beginn konnten zwei Mitbewohner des Lebenshauses beschäftigt werden, inzwischen hat sich die Anzahl der Mitarbeiter auf achtundzwanzig erhöht.

Im Nudelhaus werden frische, gefüllte und getrocknete Teigwaren und Gebäcke hergestellt, die weit über die Region hinaus bekannt sind.

Unsere Gesellschaft verfügt über ein soziales Netz, das den Einzelnen in Notfällen weitgehend wirtschaftlich absichert. Das Sozialsystem ist jedoch zunehmend überfordert, Menschen in Krisensituationen menschliche Geborgenheit zu geben. So nimmt in unserer auf Leistung und Profit hin orientierten Gesellschaft die Vereinzelung zu und die gegenseitige Solidarität ab.

Aus dieser Einsicht beschloss ein Freundeskreis in der Region Schwarzwald-Baar, Defizite nicht nur zu benennen, sondern eine heilsame Alternative zu suchen und neue Formen des Zusammenlebens zu verwirklichen. In Anlehnung an die Idee der Großfamilie sollten Große und Kleine, Gesunde und Kranke, Junge und Alte einen Platz auf Zeit in einer familienähnlichen Gemeinschaft finden. Dort leben sie entsprechend ihren Bedürfnissen nach Freiheit und Geborgenheit und lernen, mit ihren Schwierigkeiten umzugehen, aber auch ihre Möglichkeiten und Perspektiven zu entdecken.

Um einer solchen Arbeit die nötige Rechtsgrundlage zu geben, wurde im Sommer 1985 der Verein »Lebenshaus – ökumenische Gemeinschaft für soziale Integration e.V.«, gegründet, der steuerlich als gemeinnützig und mildtätig anerkannt ist. 1986 konnte ein ehemaliges Kontorgebäude erworben und umgebaut werden. In ihm wohnen seither eine oder zwei Familien und Einzelpersonen als»Kernfamilie«. Weitere sieben Zimmer werden befristet an Menschen vermietet, die mit der Kernfamilie eine Hausgemeinschaft bilden. Im Laufe der letzten 20 Jahre nutzten etwa 150 Menschen dieses Angebot. Außerdem sind weitere Lebenshäuser im süddeutschen Raum entstanden: Freiburg-Heitersheim, Gammertingen, Chiemsee.

Das Lebenshaus versteht sich als Teil der kommunalen Gemeinschaft und der Region und baut auf deren Annahme und Unterstützung. So finden in den Gemeinschaftsräumen auch Veranstaltungen statt, die für jedermann zugänglich sind.

Unser Spendenkonto

»Lebenshaus – Ökumenische Gemeinschaft für soziale Integration e.V.«
IBAN      DE336429 2310 0019 3380 07
BIC         GENODES1TRO (Volksbank Trossingen eG)
Betreff   »Spende Nudelhaus«